Ob ich mir das Fahrrad nicht mal anschauen würde? Ich schraube doch so gerne an den Rädern herum! Die Bremse am Hinterrad blockiert leider gelegentlich. Meinte eine Dorfbewohnerin zu mir und ich dachte: »Mach ich gerne. Ist doch kein Problem!. Bestimmt ein verklemmter Bowdenzug.« Das war ein Irrtum!

Normalerweise sind es alte Gurken, bei denen ich Luft aufpumpe, ein paar Schrauben festschraube oder das Licht repariere. Auch das Nachspannen einer Kette, die Reparatur von Lagern oder das Justieren einer Bremse ist normalerweise kein Problem. Doch diesmal?

Wow – das ist aber ein edles Mountainbike, war mein erster Eindruck. Vollgefedert und federleicht. Wohl aus Karbon? Toller Sattel. Edle Reifen. Scheibenbremsen. Und was ist mit dem guten alten Bowdenzug? Den habe ich gesucht mit dem Ölkännchen in der Hand – und nicht gefunden. Bis es mir irgendwann dämmerte: Das ist ja eine hydraulische Bremse mit Bremsflüssigkeit!

Ganz offen: An solche Hightech-Komponenten wage ich mich nicht heran. Und so habe ich auf den (leider nicht ganz so freundlichen) Fachhändler in der nächsten Kreisstadt verwiesen.

7 Kommentare zu „Die Bremse mit der Scheibe“

  • J. Dorian says:

    Hallo Herr Hanke,

    denke, das war die richtige Entscheidung.

    Mit Bremsen sollte man, auch wenn man sich mit Fahrrad reparieren auskennt, nicht herum experimentieren. Dafür sind diese viel zu wichtig und eine Fehlfunktion viel zu gefährlich.

    Ich selbst habe auch so eine hydraulische Scheibenbremse und lasse das immer vom Fachmann machen. Besser iss das. Da kann er mich gleich noch bzgl. den richtigen Fahrradreifen beraten, nicht wahr?

    Liebe Grüße und weiter so mit dem Blog! Lese hier gerne mit.
    J.Dorian

  • So kompliziert ist eine Reparatur einer Scheibenbremse gar nicht. Vermutlich musste nur die Bremsflüssigkeit gewechselt werden. Dafür benötigt man dann allerdings einen entsprechendem Bleeding Kit.

  • Soeren says:

    Moin Johann,

    na da standest du wohl vor einem Problem was mir sehr bekannt vorkommt. Ich hatte das mit ständigem Schleifen (dadurch starker Bremsdruck) am Vorderrad. Wollte es auch selbst aus der Welt schaffen und habe einiges an Recherchen im Netz gemacht. Je mehr ich las desto mehr drängte es mich zum Fachhändler. Dort habe ich es dann auch erledigen lassen. Die Bremsen sind mir eine Nummer zu hoch. 🙂

  • mfk says:

    Sehe ich nicht ganz so eng, wie der Vorposter. So kompliziert sind die hydraulischen Bremsen eigentlich auch nicht, vorausgesetzt man hat sich schon mal damit beschäftigt.

    Problem sind mehr die unterschiedlichen Standarts, der Hersteller. Der eine schreibt mineralisches Öl vor, der andere DOT-Irgendwas Bremsflüssigkeit. Für die verscheidenen Bremsen, gibt es auch wieder verschiedene Reparatur und Wartungskits, etc.

    Auf der anderen Seite, wer sich federleichte Räder mit aufwenigen Komponenten leisten kann, sollte auch darauf vorbereitet sein, sich den Fachmann leisten zu müssen 🙂

  • Tobi says:

    Hallo Johan,

    wenn es dein Hobby ist an deinem Fahrrad zu schrauben, dann solltest du dir überlegen ob du dir in Zukunft das Wissen über die modernen Mountainbikes zulegst und dir die entsprechenden Kits besorgst.
    Das kann einen guten Nebenverdienst bringen und macht zudem noch Spaß.

    Viele Grüße
    Tobi

  • Hallo Tobi,

    bei dem einen High-Tech-Rad in der ganzen Umgebung lohnt sich das wirklich nicht. Das ist hier die absolute Ausnahme. Und kommerziell schraube ich auch nicht, das lasse ich die Fahrradhändler machen. 🙂

    Nee, nee …

    Aber danke für den Tipp

  • Wilfried says:

    Wenn man am „normalen“ Fahrrad schon die Finger von der Bremse lassen muss,weil die ein Hydrauliksystem hat, na dann mit einem Pedelec nur noch in die Werkstatt. Da macht man nichts mehr selbst. Achtung: Hinterradmuttern mit Drehmomentschlüssel anziehen!

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