hat eine gute Freundin von mir heute immer wieder betont. Mich genervt. Und angestachelt, ich möge das doch auch tun. Für meine Sicherheit. Im Stadtverkehr Berlins sowieso.
Und dann hat sie mir ihren Glitzer-Budenzauber gezeigt: Sicherheitsweste, Reflexstreifen, gesponsert von einer großen Versicherung. Ich war schwer beeindruckt. Und gönne ihr so viele Helme und Reflexstreifen, wie sie braucht. Und finde auch, dass Sicherheitswesten und Reflexstreifen eine coole Idee sind!
Was ich nicht so gut finde, ist die “Beleuchtung” meiner Freundin: einfache, nicht zugelassene und nicht blendfreie “LED-Ansteck-Lampen”. Und dann auch noch über den Bürgersteig oder in falscher Richtung auf dem Radweg fahren. Das ist aber eine Ordnungswidrigkeit!
Da lobe ich mir mein Rad: perfekte, STVO-gerechte Dynamobeleuchtung. Hell und immer betriebsbereit. Brav gesteuert von einem helmlosen, dafür umso umsichtigeren Tretmeister. Von mir.
Denn ich bin ein notorischer Mützenträger und Helmverweigerer. (Nur auf dem Moped trage ich pflichtbewusst einen Helm.)
Stimme 100% mit dir überein. Eine gute Beleuchtung und umsichtiges Fahren genügen vollauf.
Ich sehe jetzt in der dunklen Jahreszeit so oft diese gänzlich oder unzureichend beleuchteten Radler auf Gehwegen oder Radwegen als Geisterfahrer, aber einen Helm haben sie auf. Versteh ich nicht, kann ich auch nicht ernstnehmen.
Sehe ich genauso! Helm, Warnweste und andere Leucht- und Sicherungseffekte sollen vielfach letztlich dazu dienen, das eigene ordnungswidrige Verhalten auf Bürgersteigen und Radwegen auszugleichen. Da folge ich doch lieber Deinem Beispiel mit ordnungsgemäßer Beleuchtung und umsichtiger Fahrweise! Und ignoriere die augenscheinlich gut gemeinten Hinweise der Helm- und Warnwestenideologen.
Muss leider teilweise widersprechen. Vernünftig zu fahren und eine gute Beleuchtung sind sicherlich das wichtigste. Und Helme fnd ich auch fürchterlich. Sehen ohnehin blöd aus, und dann auch noch diese dämlichen Helmfrisuren….
Aber: Ich hatte vor etwa drei Jahren eine schwere Gehirnblutung und lernt damals Leute mit Schädel-Hirn-Traumata kennen. Einer war mit seiner 5-jährigen Tochter unterwegs – ohne Helm aber nur ganz langsam; er ist vom Fahrrad gefallen, auf den Kopf und dann hatte er so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann. U.a. sogar eine Amnesie. Ganz sicher ein Extremfall, aber seither trag ich fast immer meinen Helm.
LG, Evi