Heute habe ich ein Fahrrad für meine Tochter gekauft. Es ist ein blaues 24er Rad mit 3-Gang-SRAM-Schaltung. Das Rad ist tadellos in Schuss, die Laufräder sind zentriert und das Innenlager läuft ohne Spiel. Technisch funktioniert das Rad einwandfrei. Auch optisch sieht es, von kleinen Gebrauchsspuren abgesehen, sehr gut aus.
Gedacht ist das Rad für den 8. Geburtstag im August. (Psst. Bitte nicht verraten!)
Papa hat schon mal eine Probefahrt gemacht: Es fährt sich super!
(Etwaige Verzerrungen im Bild sind der miesen Optik meiner “Handy-Kamera” geschuldet. Der Reifen am Vorderrad sieht im Original rund aus.)
Die Marke heißt Noxon. Es ist eine Fachhandelsmarke im unteren Preissegment. Von der Verarbeitung und der Stabilität her gefällt mir das Fahrrad trotzdem besser als unser bisheriges recht hochpreisiges Puky-Modell. So sind die Schutzbleche aus Metall und nicht aus Plast. Die Bereifung ist von Rubena und zeigt keinerlei Versprödung. Die Bremse greift gut, aber nicht zu ruppig.
Das Gewicht (ca. 15 kg) geht in Ordnung.
Ich habe das Rad genommen, weil es fast so aussieht wie das Vorgängerrad, die gleiche Schaltung (SRAM 3-Gang) und ebenfalls einen Rücktritt besitzt.
Die freundliche Verkäuferin und Mechanikerin in “rund um das fahrrad” meinte, dass es richtig sei, dem Kind wieder ein Modell mit Rücktritt zu kaufen, wenn es den Rücktritt schon gewohnt ist.
Eine ordentliche Rechnung mit Rahmen-Nummer habe ich auch erhalten. 119,- EUR hat das gute Stück gekostet, inklusive Fahrradkorb und Schloss. Ein Superschnäppchen ist das zwar nicht, aber ich habe ein gutes Gefühl:
a.) weil es ein gebrauchtes Rad ist und dadurch Ressourchen schont
b.) weil ich der absolut “fahrradverrückten” und engagierten Mechanikerin und Verkäuferin in diesem Laden den Arbeitsplatz sichern kann. Und das tue ich bei diesem Fahrradladen in Eichwalde besonders gerne!
c.) weil das Fahrrad neutral genug aussieht, so dass später auch meine beiden Söhne noch “aufsteigen” können. (Die “Girly-Aufkleber” lassen sich mit einem Fön abweichen, hat mir die Verkäuferin erklärt.)
Na dann bin ich mal gespannt, ob sich meine Tochter freut. Schade, dass es bis August noch so lange hin ist …

Ich finde den Preis für ein Noname-Rad recht teuer. Habe mir neulich bei http://www.zoll-fahrrad-versand.de/ ein neues Fahrrad bestellt. Das sind zwar auch Noname Räder, aber bestes Preisleistungsverhältnis, das ich bisher kenne.
Hmm. Geht es immer nach dem besten Preis-Leistungsverhältnis? Und um jeden Preis? Bei dem von dir genannten Onlineshop wird mir recht mulmig. Ich zitiere, Rechtschreibung habe ich im Original belassen:
“… B-Ware … es kann zu Lackschäden Kratzern usw kommen… Ware ist teilmontiert … man muss Felgen einsetzn, Sattel anschrauben. Bremsen einstellen..”
Oder bei Kinderrädern: “‘B-Ware’… bedeuted mangelhafte Ware … kann es zu Schäden (wie beispielsweise Kratzer, Achter, fehlende Schrauben usw) kommen. Bitte Seien Sie sich bitte darüber im Klaren, dass wir über solche Schäden im Vorraus informiert haben und keine Haftung übernehmen.”
Na ich bedanke mich doch sehr! Felgen einsetzen? Kinderrad und dann ggf. mangelhaft? Dann lieber ein gutes, gebrauchtes Rad, das technisch einwandfrei funktioniert. Bei dem keine Schraube fehlt, kein Achter drin ist und auch sonst alles tiptop ist. Und bei dem ich jederzeit eine patente Ansprechpartnerin (die Mechanikerin des Ladens) habe, falls doch mal was schief läuft.
Klingt wirklich bedenklich. Ich frage mich auch, warum FahrradFritz seinen Kommentar gleich an zwei Stellen einstellen musste. Versteckte Werbung?
Moin,
Kinderräder sind irgendwie schwer, finde ich. Nicht speziell das Geburtstagsgeschenk oben, sondern allgemein. Warum muss ein 24er Rad 15kg wiegen (das von meinem Jüngsten Sohn übrigens auch), ein high-tech-freies 28er Stahlrahmenrad aus unseren Beständen 17kg? Sind die Rohre massiv? Oder mit Blei ausgegossen, damit die kleinen hier im Flachland nicht so schnell an Fahrt gewinnen? Ich fänd 13kg angemessen. Aber linear runtergerechnet (Berufskrankheit! 17/28*24=14,5) kommt 15kg hin.
Grüße
Thorsten
Ja, Thorsten, darüber ärgere ich mich auch immer. Selbst das Minirad für meinen Jüngsten (3 Jahre) ist so sauschwer, dass er es kaum nicht aufheben kann, wenn es mal runterfällt.
Selbst Falträder sind häufig wesentlich leichter als Kinderräder. Kriegen das die Hersteller nicht hin?
die Leute machen Fahrräder (wie Licht, Reifen, Bremsen, Schaltung) und Sachen, wie Kleidung und Schuhe kaputt