Ich wollte immer schon wissen, wie schnell man so fährt mit dem Rad. Mein Schulfreund hatte damals (vor 25 Jahren) noch einen mechanischem Tacho. Der hat ein Vermögen gekostet, war kompliziert anzubauen und sah klobig aus. Längst sind die Dinger klein, elektronisch und hochelegant. Und was können sie? Ich wollte es wissen und besorgte mir im August 2008 den Fahrradcomputer Sigma BC 506 zum Preis von 14,- Euro. In den letzten sechs Monaten habe ich ihn auf Herz und Nieren getestet.

Die Montage … ist einfach

Die Montage gelingt tlw. mit dicken Gummis und ist sehr einfach. Die Konstruktion hält gut. Der Magnet sitzt auch noch nach Monaten fest an der Speiche und der Abnehmer ebenso fest an der vorderen Gabel. Die Halterung für den Tacho hält sicher am Lenker. Die Kabel stören nicht. Das Gerät funktioniert einwandfrei und erfüllt meine Erwartungen. Die Zahlen lassen sich gut auf dem großen Display ablesen.

Scan der Anleitung von Sigma BC 506Dickes Handbuch, viele Sprachen …

Nur wenige Funktionen

Es gibt nur wenige Funktionen, aber das habe ich ja vorher gewusst. Das Gerät misst Geschwindigkeit, Fahrzeit, Tages- und Gesamtkilometer. Eine Uhrzeitanzeige ist auch dabei. Zum Wechsel zwischen den Funktionen steht nur eine einzige Taste zur Verfügung. Das reicht zwar aus, erfordert aber Kompromisse: Warum man diese Taste zum Zurückstellen der Tageskilometeranzeige ganze 5 Sekunden gedrückt halten muss, verstehe ich nicht. (Ein parallel dazu getestetes Gerät von Profex verlang hier nur 3 Sekunden.)

Leichter An- und Abbau, genaue Uhr

Das Ein- und Ausklingen aus der Halterung gelingt unkompliziert durch eine leichte Drehung. Für meinen Geschmack geht das Einklingen etwas zu leicht, Erinnerungen an gefundene und abgefallene Fahrradcomputer anderer Biker kommen auf. Bisher ist der Tacho entgegen meinen Befürchtungen allerdings noch nicht abgefallen.

Die Uhr geht genau, innerhalb von 6 Monaten habe ich nur 1 Minute Abweichung gemessen.

Es gibt auch Nachteile …

So sprang der Computer nach einigen Ruheminuten anfangs stets auf die “Automatik-Anzeige” um. Dabei wurden alle Funktionen im Sekundentakt durchlaufen. Er merkt sich also nicht die letzte Einstellung. Es dauert eine Weile, ehe ich herausfand, wie man das abschaltet.

Überhaupt nicht gefallen hat mir das “multilinguale”, unübersichtlich angelegte Anleitungsbuch. Hier mussten wohl unbedingt alle Sprachen auf einen Schlag abgedeckt werden. Das bedeutet: Blättern, blättern, nochmals blättern. Irgendwann kommt dann die gewünschte Information.

Das Handbuch: ideal als Sprachkurs

Das können selbst No-name-Fahrradcomputer aus dem Supermarkt besser. Bei einem nur halb so teuren Fahrradcomputer von Profex lag ein kleines, übersichtliches Faltblatt auf Deutsch dabei, dass alle Funktionen gut erklärt auf einen Blick zeigt. Warum kriegt Sigma sowas nicht hin? Oder meint der Hersteller, man müsse mehr Sprachen lernen?

Keine Beleuchtung

Eine Beleuchtung besitzt der Tacho nicht. Da ich abends aber häufig mit Kopflampe fahre, genügt ein kurzes Einschalten derselben, um die Geschwindigkeit abzulesen. Die Tachoauflösung ist nicht besonders fein, aber ausreichend. Er misst in 0,5-km-Schritten, als 5 – 5,5 – 6 – 6,5 usw.

Fazit: Es handelt sich um einen guten, attraktiv gestalteten Fahrradcomputer mit kleinen Schwächen.

Jofablog-Testurteil: gut
Preis-Leistungs-Urteil: gut

Antwort auf die persönliche “Würde-ich-wieder-kaufen-Frage”: Nein

7 Kommentare zu „Fahrradcomputer Sigma BC 506 im Langzeittest“

  • PAULITANISIMONE sagt:

    hey ho was geeeht^^
    kurs is coool ..XD

  • iche sagt:

    kann ich die seite nach meinem belieben herstellen?

    und können sie mir dann tipps geben für wordpress?

  • Was hat das mit dem Fahrradcomputer zu tun? ;-)

  • Gertrud Brey sagt:

    in der Tat – die Bedienungsanleitung ist einfach nur ein Krampf!!!
    Geht das nicht, wie bei anderen Herstellern, erst in deutsch, dann englisch etc.?
    Man blättert nur hin und her!

  • Horst Veauthier sagt:

    Der Tacho ist in Ordnung, nur die Bedienungsanleitung
    fürchterlich,hat man eine Seite umgeschlagen hat man die vorherige schon wieder vergessen.

  • Als auf eine ältere Version der Anleitung trifft es definitiv zu. Schönstes Chinglish :-)

    Es gibt offenbar mehrere Versionen.

  • Ralph sagt:

    Also ich habe den gleichen Fahrrad Tachso seit 4 Jahren und bin mehr als zufrieden mit ihm. Hatte ihn damals im angebot sogar für 9 Euro bekommen.

    Also ich denke bei dem Preis kann man nicht mehr von einem Tacho verlangen

    Beste Grüße

    Ralph

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